03.11.2017

Vom Wunsch zur Wirklichkeit: Nachhaltige Mobilität in Deutschland und weltweit

Veranstaltung im Rahmen der Klimakonferenz

Um den weltweiten Temperaturanstieg unter 2° C zu halten, muss der Verkehrssektor umfassend umgebaut und CO2-neutral gestaltet werden. Länder, subnationale Behörden und die Privatwirtschaft sind aufgefordert, dafür zu sorgen, dass in den nächsten Jahren politische Maßnahmen getroffen werden, die den Weg frei machen für klimafreundliche Mobilität und entsprechende Technologien. Zurzeit gehen 27 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Energieerzeugung auf den Verkehrssektor zurück - Tendenz stark steigend. So gehen die Verfasser des jüngsten Transport Outlook (ITF, 2017) davon aus, dass der CO2-Ausstoß im Mobilitätssektor bis 2050 auf 13,3 Gt steigen wird, wenn keine Minderungsmaßnahmen getroffen werden (zum Vergleich: 2015 beliefen sich die CO2-Emissionen durch Mobilität auf 7,8 Gt). Der Anstieg wird voraussichtlich zu einem großen Teil auf die Länder zurückgehen, in denen gerade eine rasante Motorisierung der Gesellschaft zu beobachten ist (ITF, 2017).

Vor dem Hintergrund der von Deutschland im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens abgegebenen Klimaschutzzusagen fördert die Bundesregierung nachhaltige Mobilität im In- und Ausland. 2016 wurde der Klimaschutzplan 2050 verabschiedet, in dem die Bundesregierung Minderungsziele für den Mobilitätssektor für das Jahr 2030 festgelegt und als langfristiges Ziel eine treibhausgasfreie Gesellschaft bis 2050 festgeschrieben hat. Im Verkehrssektor sollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 bis 42 % gegenüber dem Niveau von 1990 (160 Mt) gesenkt werden; bis 2050 soll der Verkehrssektor vollkommen klimaneutral werden. Große Anstrengungen sind deshalb notwendig. Dabei unterstützt Deutschland seine Partner in den Entwicklungsländern verstärkt beim Klimaschutz.

Die Entwicklungsländer verlangen zunehmend weitere internationale Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von ehrgeizigen NDCs und Minderungsmaßnahmen, nicht zuletzt im Verkehrssektor. Deutschland unterstützt die Minderungsmaßnahmen der Partnerländer insbesondere im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Deutschen Klima- und Technologieinitiative (DKTI) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Andere Geberländer und multilaterale Entwicklungsbanken engagieren sich ebenfalls verstärkt im Verkehrssektor, nicht zuletzt, weil dieser für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 wichtig ist.

Auf der Veranstaltung kommen deutsche und internationale Stakeholder zusammen, um über Wege zur nachhaltigen Mobilität zu diskutieren. Die Veranstaltung richtet sich an Unterhändler und Vertreter der internationalen Gemeinschaft in den Bereichen Mobilität und Klimawandel und bietet diesen die Gelegenheit, voneinander zu lernen. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt darauf, die großen Volkswirtschaften, deren Transportsektor in hohem Maß zum weltweiten Treibhausgasausstoß beiträgt, dazu zu ermutigen, sich ehrgeizigere Klimaschutzziele zu setzen.

Die Veranstaltung ist Teil der Transport Days@COP23, die vom Paris Process on Mobility and Climate (PPMC) und der Partnership for Sustainable Low Carbon Transport (SLoCaT) ausgerichtet werden.

Das Programm und weitere Informationen können online abgerufen werden.  


Quelle: Ankündigung GIZ

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