Die GOPA Group mit uns im Interview | AKLHÜ e.V.

Die GOPA Group mit uns im Interview

Strategy und HR Managerin Claudia Ackermann von der GOPA Group spricht mit uns über verschiedene Aspekte des Einstiegs in die Internationale Zusammenarbeit.

 

Die GOPA Group gibt es bereits seit 1965 und ist verlässliche und bekannte Partnerin der Internationalen Zusammenarbeit (IZ). Was zeichnet Ihr Unternehmen in dem Pool der Consulting-Unternehmen in der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) besonders aus?

Das starke Engagement und die tiefe Überzeugung, dass wir mit unserer Arbeit einen „Impact“ für Menschen erzeugen wollen,  zeichnet uns aus. Hinter jedem Projekt, hinter jeder technischen Fragestellung in der Entwicklungszusammenarbeit steht am Ende ein Mensch, ein Schicksal und eine Zukunft. Wir wollen einen Beitrag leisten, damit sich für diese Menschen in unseren Projekten eine bessere Zukunft ergibt. 

Mit welcher Motivation suchen Sie Leute? Mit welcher Motivation sollten sich Leute bei Ihnen bewerben? Nehmen Sie auch Initiativbewerbungen an?

Lassen sie uns nicht von „Leuten“ sprechen. Das würde unserem Verständnis von Mitarbeiter/innen nicht entsprechen. Wir suchen ständig nach motivierten und qualifizierten Mitarbeiter/innen. Sie sind das wichtigste „Gut“ unserer Unternehmensgruppe. Ihr Willen zur Qualität, Ihr Engagement und Ihre Leistung haben die GOPA-Gruppe zu dem gemacht was wir heute sind und sie werden maßgeblich unsere Zukunft gestalten. Es gibt keine feste Regel der Rekrutierung und wir nutzen alle Möglichkeiten.  Initiativbewerbungen sind ein wichtiger Bestandteil,  denn sie zeigen ja eben Initiative, Interesse an uns und dem Arbeitsgebiet.

Wie arbeiten Sie mit NGO´s bzw. gemeinwohlorientierten Organisationen zusammen? Gibt es Überschneidungspunkte zwischen der freien Wirtschaft und NGO´s?

In vielen Projekten arbeiten wir auch mit NGO’s direkt zusammen. Hier in Deutschland systemisch und aufgrund der unterschiedlichen Budgets und Vergabeverfahren eher nicht. Es gibt hier eine „künstliche“ Trennung und manchmal auch Missverständnisse. Wir glauben, dass eine effiziente und effektive internationale Zusammenarbeit verschiedene Partner zur Leistungserbringung braucht: Institutionen, NGO’s und privatwirtschaftliche Unternehmen. Jeder hat dabei seine Rolle und nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen bewältigen.

Ist ein Direkteinstieg in die IZ nach dem Studium möglich bzw. sinnvoll?

Ja das ist möglich. Es hängt dabei sehr vom individuellen Lebenslauf und den erworbenen Qualifikationen ab. Ungefähr ein Viertel unserer neuen Mitarbeiter/innen kommen direkt von der Universität.

Welche Studiengänge werden bevorzugt, um in die IZ einzusteigen? Eher theoretische oder praktische?

Die GOPA Gruppe mit rund 800 Mitarbeiter/innen ist fachlich sehr breit aufgestellt. Wir suchen vom Ingenieur bis zum Geistes- und Sozialwissenschaftler, auch Geographen, Juristen, Betriebs- und Volkswirte. Ich kann mich erinnern, dass wir auch schon einmal einen Mathematiker oder Physiker eingestellt haben. 

Welche Vorerfahrungen sind nötig, um einen Einstieg in die IZ zu ermöglichen?

Es hängt sehr stark von der Stelle ab – Inland oder Ausland und natürlich dem Sektor, in dem man arbeiten möchte. Man kann das kaum verallgemeinern.

Welche Vorerfahrungen sind von Vorteil, um den Einstieg in die IZ zu vereinfachen?

Sprachen und internationale Erfahrungen, d.h. überzeugende Praktika gehören zu den must-have´s.

Wie viele Ihrer Mitarbeiter*innen haben vor ihrem Einstieg KEIN Praktikum/Trainee absolviert? Wie viel Wert wird darauf gelegt?

Ca. 50%. Ein Praktikum hilft natürlich den Bewerbern besser einzuschätzen, was von ihnen erwartet wird und auch festzustellen, ob sie das Berufsbild mögen  bzw. sich damit identifizieren können. Insofern ist es auch von Vorteil für uns. Wir streben immer ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis an, investieren in unsere Mitarbeiter/innen und insofern ist es immer schade wenn jemand erst nach einiger Zeit feststellt, dass er eigentlich etwas anderes machen möchte. 

Wieviel Prozent (Schätzung) ihrer eigenen Praktikanten/Trainees bleiben nach einer erfolgreichen Zeit bei Ihnen im Unternehmen?

Ca. 80%.

Wie kann ich einen Quereinstieg planen? Wieviel Zeit sollte ich für die Bewerbungsphase und für die Zeit im Ausland mitbringen?

Dafür gibt es keine feste Regel. Quereinsteiger bringen oft ein neues oder frisches Denken mit. Aber sie müssen oft am Anfang noch Grundlagen unserer Arbeit lernen. Insofern kann es sein,  dass sie anfänglich beim Gehalt etwas verlieren – was sich aber schnell ausgleicht. Man sollte in seinem Leben die Arbeit oder den Tätigkeitsbereich suchen, den man wirklich gerne macht. Insofern sollte man auch immer den Mut für einen Neuanfang oder Quereinstieg haben.

Welchen Stellenwert hat das Alter bei einer Einstellung?

Das hängt von der Stelle ab.

Mit welchem Gehalt kann man in der freien Wirtschaft in der IZ rechnen?

Wir zahlen deutlich leistungsorientierter als Institutionen oder NGO’s. Dafür erwarten wir aber auch oft mehr Leistung oder auch Einsatz. Wir stehen in einem harten Wettbewerb zu anderen Unternehmen oder auch gegenüber der GIZ im Drittgeschäft. Das prägt uns – macht es spannend und auch herausfordernd. Wir haben kaum Hierachieebenen oder zähe Genehmigungsprozeduren. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern/innen,  dass sie entscheiden und dafür auch Verantwortung übernehmen. Entsprechend werden sie auch vergütet oder am Erfolg beteiligt.

Lassen sich Familienplanung und IZ miteinander verbinden?

Ja selbstverständlich. Wir sind ein modernes Unternehmen.

Welche Rolle spielt der ‚ideelle Teil‘ in der IZ bei Ihnen?

Eine sehr große Rolle – für uns alle in der GOPA Gruppe ist unsere Arbeit mehr als nur „ein Job“. Es gibt ein tiefes Committment in der DNA des Unternehmens, dass wir einen wichtigen Beitrag für die IZ und auch eine bessere Zukunft der Menschen in unseren Projekten leisten wollen.  Das treibt uns an – das motiviert uns und wir sind davon überzeugt, dass eine Unternehmensgruppe wie die GOPA Gruppe ein guter und faszinierender Arbeitgeber ist.